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Von üblen Übersetzungen

Jeder, der schon mal auf Reisen war kennt sie: die schönen „Übelsetzungen“, wie sie Titus Arnu so passend bezeichnet. Ob „wirbliche Badewanne“ fürs Badezimmer oder „Morgenlatte“ zum Frühstück – Übelsetzungen finden sich nicht nur in bestimmten Ländern, sondern auf der ganzen Welt.

Wenn ich von Übelsetzungen spreche, bringe ich gerne dieses doch sehr naheliegende Beispiel:

2014 brachte die Schweizer Supermarktkette eine Butterverpackung für Schweizer Bratbutter auf den Markt.

Das klingt zuerst nicht wirklich nach einer Übelsetzung – sieht man sich dann jedoch die Packung an und ist dem italienischen mächtig, muss man schmunzeln:

Quelle: Neue Züricher Zeitung (2014) „Die Migros haut uns in die Pfanne“, von Urs Bühler

Denn „burro per arrostire svizzeri“ bedeutet rückübersetzt: Butter zum Rösten von Schweizern.

Doch manchmal können Übelsetzungen nicht nur für Heiterkeit sorgen – sie können auch schaden.

Man denke dabei an die unglückliche Namenswahl beim Mitsubishi Pajero (ES: „Wichser“), der in späterer Folge im spanischsprachigen Raum auf Mitsubishi Montero umbenannt wurde, oder an den Rolls Royce Silver Mist, der später in Silver Shadow umbenannt wurde.

Wie man an diesen Beispielen sieht, ist sind Übelsetzungen zwar erheiternd, will man jedoch sein Publikum von seiner Ware überzeugen, sollte man unbedingt Sprachexperten und erfahrene Übersetzer zu Rate ziehen, um Fauxpas zu vermeiden.

Sind Ihnen ähnlich amüsante „Übelsetzungen“ untergekommen? Wenn ja, teilen Sie diese gerne mit mir!

Weitere Übelsetzungen finden sie hier oder in der Buchreihe „Übelsetzungen“ von Titus Arnu.

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